Suche
suchen >>>
Quer-Wege aktuell
Aktuelles aus dem Quer-Wege Kosmos


Glücksspiel                   5. März 2010
Es ist ja immer das Gleiche. Nichts gewonnen und trotzdem wird wieder Lotto gespielt, oder Glücksspirale oder mal ein Los der Aktion Mensch gekauft. Ist ja auch für den guten Zweck: Viele gemeinnützige Projekte werden mit Lottogeldern gefördert. Die Aktion Mensch fördert vor allem Vorhaben, die „die Lebenssituation von behinderten Menschen verbessern“ und hat wieder ihre Förderrichtlinien geändert. Dazu gab es gestern eine Infoveranstaltung des Paritätischen Thüringen in Neudietendorf. Dort erfuhren wir, dass nicht nur Förderhöchstsummen und Laufzeiten gekürzt werden, sondern dass ab jetzt keine Wohnheime mit mehr als 24 Plätzen und keine Sonderschulen mehr gefördert werden. Leider ist die Förderung von Integrativen Einrichtungen noch nicht im Inklusionszeitalter angekommen und richtet sich immer noch nach dem „Behindertenanteil“. Ach ja, ein Antrag auf Bauförderung kann – sofern er korrekt gestellt ist – bis zu sechs Jahre auf seine Bewilligung warten. Glücksspiel eben.




Wir bewegen uns          3. März 2010
„Vorher habe ich nicht viel über Inklusion gewusst. Seit dem ersten Treffen hat sich mein Blick schon verändert.“ „Mir fällt es stärker auf, wenn Pädagogen voreingenommen sind gegenüber Kindern, die anders ticken.“ „Was können wir tun, um den Inklusionsgedanken zu allen Mitarbeitern zu tragen?“ „Wo stoßen wir an unsere Grenzen?“ – Gedanken und Fragen im Arbeitskreis Inklusion, der seit diesem Jahr einmal im Monat im Quer-Wege stattfindet.  




„Mama, haben wir heute wieder einen Termin?“   24. Februar 2010
Gestern Abend beim Arbeitskreis „Integratives Lernen“. Es geht wieder um die Regelungen zu Therapien. Seit 2007 dürfen die nicht mehr in Schulen und Kitas, sondern nur noch in Praxen stattfinden und die Eltern müssen mit dabei sein – als Co-Therapeuten. Viele Kinder haben drei- bis viermal Physio-, Logo- und Ergotherapie pro Woche. Drei- bis viermal müssen dann alle am Nachmittag – nach Kita, Schule oder Büro – noch zur Therapie fahren. Oft auch inklusive Geschwisterkinder.

Jana Abbe erzählt, dass ihr Sohn unendlich erleichtert ist, wenn sie ihm antwortet: „Nein heute kein Termin.“ Dann hat er wenigstens einen Nachmittag Zeit zum Spielen. Die Entscheider wissen von dem Problem, eine Änderung der Heilmittelrichtlinie sei in Arbeit. Jedenfalls haben Krankenkassen und Ministerien das  in ihren freundlichen Antwortschreiben behauptet. Aber der Einladung zum Arbeitskreis ist leider keiner gefolgt.
Der nächste Termin ist am 27. April 20 Uhr in der Schule an der Trießnitz.



Ich lerne, was ich will        22. Februar
Am Samstag, dem 6. März von 10 bis 12 Uhr hält Dr. Falko Peschel im Hörsaal 4 der Uni Jena einen Vortrag zum Offenen Unterricht und wird danach mit den Pädagogen unserer Grundschule über deren Verständnis vom Offenen Unterricht sprechen. Der Grundschullehrer und Erziehungswissenschaftler fordert individuelles und selbstbestimmtes Lernen in radikaler Weise und hat den Begriff des "offenen Unterrichts" wissenschaftlich definiert.

Auf Youtube kann man die Reportage "Ich lerne, was ich will - Freier Unterricht in der Grundschule", in der Peschels Arbeit dokumentiert wird, ansehen.

mehr zur Grundschule




Beatrice Jacob erklärt Cochleaimplantat im Schwabenhaus
Technik im Kopf                         18. Februar 2010
„Und wenn es blinkt, sind die Batterien alle und er hört nichts mehr.“ Beatrice Jacob, Erzieherin im Schwabenhaus erklärt den Kindern der Kickerfische-Gruppe das Cochleaimplantat. Zwei Kinder im Schwabenhaus können mit Hilfe dieser Hörprothese hören, die aus Mikro, digitalem Sprachprozessor, Magnetspulen und Elektroden besteht. An einem Modell vom menschlichen Ohr sehen die Kinder genau, wo welches Teil im Kopf liegt und wie Hören mit und ohne Implantat funktioniert. Und nun wissen alle, warum immer volle Batterien im Haus sein müssen.
mehr zum Schwabenhaus



. Annegret Berger, Bernadett Horn und Annegret Donath sind die neuen Mitarbeiterinnen in der Frühförderstelle
Jobanfang mit Diskussionen        15. Februar 2010
Die Frühförderstelle wächst: Im Jahr 2006 wurden 73 Kinder gefördert, jetzt sind es fast 90 und die Zahl der Fördereinheiten hat sich von 3000 auf 3500 erhöht. Folgerichtig hat sich auch das Team vergrößert. Annegret Berger, Bernadett Horn und Annegret Donath sind die neuen Mitarbeiterinnen in der Bauersfeldstraße 5. Insgesamt arbeiten dort jetzt 13 Pädagoginnen und Psychologinnen  unter der Leitung von Kerstin Mieth, die sich freut, dass das Team immer interdisziplinärer wird: „Annegret Donath ist Sozialpädagogin und Physiotherapeutin und wir können jetzt noch intensiver fachübergreifende Fragen diskutieren. Zum Beispiel: Was sind die Unterschiede zwischen Therapie und Pädagogik in der Frühförderung?“
mehr zur Frühförderstelle



Woran erkennt man das behinderte Mädchen in der Klasse?       11. Februar 2010
"Neben ihr sitzt immer ein Erwachsener". So lautet ein Aufsatz von Prof. Dr. Jutta Schöler zu Schulbegleitung, über den wir mit ihr bei ihrem Vorabbesuch in Jena auch geredet haben. Einen Monat vor unserem Fachtag am 18. März, bei dem Jutta Schöler einen Vortrag halten wird, hat die Erziehungswissenschaftlerin und Kämpferin für Inklusion unseren Verein besucht. Beim gemeinsamen Mittagessen lauschten wir ihren Geschichten und erfuhren unter anderem, dass es im Italienischen kein Wort für „lernbehindert“ gibt, dass sie Sachverständige für Familien ist, die die Rechte ihrer Kinder mit Behinderung einklagen und dass auch Toiletten auf dem Weg zur Inklusion eine wichtige Rolle spielen. Oder warum sollen Mädchen im Rollstuhl von den Geheimnissen, die auf Mädchentoiletten ausgetauscht werden, ausgeschlossen werden?
mehr zur Schulbegleitung
Hier für den Fachtag anmelden



Die großen Sprachfüchse  9. Februar 2010
„Singen“ ist rot. Spanische, armenische, englische und deutsche Mütter und Väter probieren beim Sprachfüchse-Elterntreffen im Billy  die Spiele aus, mit denen ihre Kinder Grammatik und Struktur der deutschen Sprache lernen: Aus Bausteinen werden Sätze gebildet, jeder Satzteil hat eine andere Farbe und der rote Baustein – das Verb – steht meistens an der zweiten Stelle. Die Eltern staunen, was ihre Kinder schon können und eine Mama aus Spanien ruft: „Das verwechsel ich immer noch!“ Währenddessen entbrennt bei deutschen Muttersprachlern die Diskussion, ob „grün“ Adjektiv oder Adverb sei – je nachdem an welcher Stelle der Baustein steckt.
mehr zum Billy
mehr zum Modellprojekt Sprachfüchse



OTZ-Redakteurin Constanze Alt in der Freien Integrativen Ganztagsgesamtschule des Quer-Wege e.V.
„Wir sind eine Hausschuhschule“      8. Februar 2010 
Montagmorgen nach den Ferien. Besuch von der OTZ-Redakteurin Constanze Alt in unserer Gesamtschule. Wir reden mit ihr über das erste Halbjahr, Inklusion und die neue Schule in der Karl-Marx-Allee, in die wir im Sommer ziehen werden. Wolfram Böhme erzählt, dass die Architekten die Räume extra so umbauen, dass sie zum inklusiven Unterricht passen. Jeder Stammgruppenraum ist dann mit einem Differenzierungsraum verbunden, in dem sich Schüler zurückziehen können. Zum weiter lernen, entspannen oder für gezielte Förderung. Und er ergänzt: „Wir sind eine Hausschuhschule. Bei uns ist Schule nicht nur der Raum, wo man hinkommt und etwas machen muss, sondern wo man lebt.“
mehr zur Gesamtschule

Update 16. Februar
Hier den Artikel "Gleichheit der Unterschiedlichen" auf www.otz.de lesen (Leider hat die OTZ den Artikel aus ihrem kostenfreien Online-Archiv entfernt)



Inklusion mit Rechtsbeistand   28. Januar 2010 
Der Völkerrechtler Professor Dr. Eibe Riedel hat in einem Gutachten festgestellt, dass Kinder mit Behinderung ab sofort das Recht haben, auf eine Regelschule zu gehen. Zwar hat Deutschland schon im März 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet, aber die meisten Bundesländer lassen sich noch Zeit damit, die Vorgaben umzusetzen. Eltern können jedoch ab sofort verlangen, dass ihr Kind eine allgemeinbildende Schule besucht. Prof. Riedel sagt, “der Staat muss angemessene Vorkehrungen treffen, damit ein Kind an der Schule lernen kann“. Er räumt aber auch ein, dass das System nicht über Nacht verändert werden kann und schlägt eine Frist von zwei bis vier Jahren vor.

Hier das Interview auf Spiegel Online lesen



Backen für Haiti im Schwabenhaus
Backen für Haiti    21. Januar 2010 
„Hier ist ein Kaufladen eingestürzt und der Verkäufer ist ganz traurig.“ „Ein Haus ist eingestürzt und die Mama ruft: ‚Hilfe mein Baby‘. Und dann wird das Baby gerettet.“ Chris und Johanna erklären Bilder, die sie zum Erdbeben in Haiti gemalt haben. Im Morgenkreis reden wir darüber, was die Menschen jetzt brauchen: am dringendsten Wasser und Medizin. Wir wollen auch dabei helfen, dass die Überlebenden schnell wieder gesund werden. Unser Entschluss: Alle Kinder backen und sammeln für Selterskuchen, Streuselkuchen und Muffins Spenden, die wir nach Haiti schicken.
mehr zum Schwabenhaus

Update 29. Januar
Am Ende kamen 300 Euro zusammen und das Team gab noch einmal 200 Euro dazu. Vielen Dank an alle Eltern, Mitarbeiter und Freunde für die Unterstützung.


Franziska Harnisch und Bianca Pasche mit dem Preisscheck
Jetzt sind wir sogar offiziell familienfreundlich      2. Dezember 2009
Unsere Grundschule hat den Thüringer Familienpreis der Stiftung Familiensinn gewonnen. 5000 Euro Preisgeld und eine schöne Begründung: „Das familienfreundliche und nachahmenswerte Gesamtkonzept bietet den Kindern Sicherheit und Geborgenheit und orientiert sich an den individuellen Fähigkeiten und Neigungen. Wer Rechte genießen kann, hat auch Pflichten zu erfüllen und so werden die Eltern und Angehörigen je nach ihrem Können und ihren Möglichkeiten einbezogen, um das Schulleben aktiv mitzugestalten.“
mehr zur Grundschule
Link zur Stiftung Familiensinn




Obstsong im Billy
Singen mit Vitaminen  8. Oktober 2009
Im Billy stehen gerade alle auf den Obstsong. Die Melodie kennt jeder von „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“. Nur bei den vielen Strophen über quietschsaure Zitronen, gesunde Orangen und Äpfel kann man leicht mal durcheinander kommen. Dafür gibt es jetzt Liedtexte mit Bildern, so dass jeder sieht, dass die Birne vor den Clementinen besungen wird.
mehr zum Billy



 



 




  home   nutzungsbedingungen   impressum   kontakt   blog