Kunst kennt keine
Grenzen Kunstprojekt des BILLY und Ausstellung in der „neuen mitte jena“
Im Februar und März lassen sich
die 50 Kinder der Bilingualen Integrativen Kita BILLY des Quer-Wege e.V. von
moderner Kunst inspirieren und machen sich ein eigenes Bild von der Welt. Die
Kinder entdecken Künstler wie Piet Mondrian und
Jackson Pollock, lernen experimentelle Verfahren und Techniken kennen und
besuchen Jenaer Ateliers. Die Ergebnisse des Projektes werden in der „neuen
mitte jena“ vom 25. März bis 10. April präsentiert.
Professionell begleitet wird
das Projekt von Benjamin Small, einem englischen Künstler, der als Pädagoge in
der Bilingualen Kita arbeitet. Durch seine tägliche Arbeit im BILLY kennt er jedes Kind und kann so mit jedem
persönlich arbeiten.
„Mit Kunst können sich alle
Kinder ausdrücken“, sagt Yvonne Schöder, stellvertretende Leiterin und
Mitinitiatorin des Projektes. „Hier gibt es keine Grenzen. Jedem bieten sich
unzählige Ausdrucksmöglichkeiten – Kindern mit einer anderen Muttersprache, mit
Behinderung, stillen Kindern, lauten Kindern. So vielfältig wie die Kinder ist
auch die Welt der Kunst. Ganz im Sinne einer inklusiven Pädagogik.“ Jedes Kind
findet dabei seinen individuellen Weg, sich auszuprobieren.
Zudem hat sich das ganze
Pädagogenteam des BILLY intensiv auf das Projekt vorbereitet und sich auch mit
dem Mythos „Kinderkunst“ auseinander gesetzt. „Kinder machen Bilder, keine
Kunst“, sagt Yvonne Schöder. „Sie sind kreativ, aber haben keine Theorien, kein
Konzept. Kinder probieren sich beim Malen, Zeichnen und Kritzeln aus, ahmen
nach, erfinden selber und haben einfach Spaß, mit Farbe, Naturmaterialien, Ton und
Holz zu experimentieren.“ Kinderbilder sind auch deswegen so spannend, weil sie
die individuelle Entwicklung von Kindern zeigen. „Die Geschichten, die die
Kinder beim Malen erzählen, der Prozess, indem sie sich mit ihrer Umwelt und
ihren Erfahrungen auseinandersetzen, ist das Spannende“, so Yvonne Schöder.
„Und wir erwarten nicht nur neue Impulse und Anregungen für die Projektzeit,
sondern auch für den Kita-Alltag.“