Noten sind bequemer 9. Februar 2011
Herr Matschie hatte sich in der vorvergangenen Woche gewünscht, dass Thüringer Schulen in Zukunft verbale Leistungseinschätzungen statt Ziffernnoten geben. Und naturgemäß wurde darauf von vielen – vor allem von Oppositionspolitikern – eher kritisch reagiert. An unserer Grundschule und auch an der Gesamtschule wird in detaillierten Entwicklungsberichten der individuelle Lernprozess, Erfolg und Wissenstand jedes einzelnen Schülers dokumentiert. Das ist Teil unseres pädagogischen Konzeptes und trotzdem – oder wohl gerade deshalb – sind unsere Schüler motiviert und lernen gern. Das haben wir heute der Presse in einem Gespräch erzählt und dazu auch Elke Fischer, Mutter einer Gesamtschülerin, eingeladen. Auf die Frage des Redakteurs nach der fehlenden Vergleichbarkeit der Worturteile bemerkte Frau Fischer, ob Vergleichbarkeit überhaupt nötig wäre. "Eltern wissen durch die verbale Leistungsbeschreibung eindeutig, wo ihr Kind steht. Und das ist doch das Wichtigste. Dass kein Kind wie das andere ist, ist ja selbstverständlich. Die Pädagogen beobachten die Kinder sehr genau beim Lernen und geben eine Einschätzung wieder, die differenzierter ist als die Note unter einer Leistungskontrolle.“ Frau Fischer räumt aber auch ein, dass viel Arbeit dahinter steckt. Für die Pädagogen natürlich, und auch für die Eltern: „Man muss sich hinsetzen, lesen und Zeit investieren“, sagt sie. „Noten sind bequemer. Aber am Schluss ist die Leistungsbeschreibung befriedigender für alle.“
Großeltern spenden 500 Euro fürs „Schwabenhaus“ 27. Oktober 2010
„Wir wollten gern etwas Gutes tun und die integrative Arbeit des ‚Schwabenhauses‘ unterstützen“, erzählt Monika Fökel, die mit ihrem Mann Eckhard dem Schwabenhaus einen Spendenscheck über 500 Euro überreichte. Das Geld hatten sie zum zehnjährigen Betriebsjubiläum ihrer Firma Pirtek in Erfurt gesammelt, die Dienstleistungen rund um Hydraulikleitungen anbietet. „Seit kurzem sind unsere beiden Enkelkinder im Schwabenhaus und wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit des Teams“, sagt Monika Fökel. „Als Oma war ich beim letzten Elternstammtisch dabei und auch wir Angehörige fühlen uns hier sehr gut aufgehoben." Mit der Spende will das Schwabenhaus ein großes Sportgerät für den Turnraum anschaffen.
Erstes Frühstück im KMA 11 25. Oktober 2010
Endlich ist es soweit. Die Herbstferien sind vorbei und die neue Schule ist offen. Seit heute lernen die Mädchen und Jungen unserer Gesamtschule im frisch sanierten Schulkomplex in der Karl-Marx-Allee 11, unter einem Dach mit dem Förderzentrum „Janis-Schule“ und der Saaletal-Grundschule. In der ersten Frühstückspause werden wichtige Dinge geklärt, u.a. müssen in dem großen Haus noch die richtigen Toiletten für die Großen gefunden werden. Die eine Treppe tiefer, sind definitiv zu niedrig – eindeutig Grundschulklos. Aber sonst ist alles größer als in der Emil-Wölk-Straße.
Lobeda Graffiti 13. Oktober 2010
Im Fußgängertunnel zwischen Lobeda Ost und West mussten Passanten heute die Luft anhalten. Der Jenaer Verein JuMäX lud zum Graffiti-Workshop, bei dem auch die Ferienspielkinder unserer Gesamtschule mitsprühten. Jeder konnte sich ein eigenes Bild ausdenken und hatte am Tag zuvor Skizzen dafür gezeichnet und gelernt, wie man zum Beispiel Schatteneffekte an die Wand bringt. Hannah aus dem 6. Jahrgang hat den Schriftzug „Laro“ riesengroß über ein Kreuz und einen Stern gesprüht. „So hieß unser Hund, der vor ein paar Jahren gestorben ist“, erzählt sie. „Ich gehe oft durch den Tunnel und nun werde ich jedes Mal an die schöne Zeit mit ihm erinnert.“ Die Herbstferienspiele fanden dieses Jahr in der ersten Ferienwoche statt und außer Graffiti gab es noch einen Trommelworkshop, einen Tag, an dem nur Lieblingsspiele gespielt wurden und Kino.
Neuer Quer-Wege Vorstand
1. Juni 2010 Gestern Abend hat die Mitgliederversammlung einen neuen
Vorstand gewählt. Neu dabei ist Ute Endlich. Die Erziehungswissenschaftlerin
arbeitet seit 2002 in der Frühförderstelle. Wiedergewählt wurden Helgard
Musche, Ulrike Worm, Simone Rost sowie Holger Gerlach. mehr zum Vorstand
Steifes Bein und großes Herz 31. Mai 2010 Blätterrascheln, Vogelgezwitscher, Donner und Sturm. Das Geräuschorchester gibt
sich alle Mühe, den Bewegungsraum in einen Wald zu verwandeln. Heute Morgen
findet im BILLY wieder eine Probe zum Theaterstück „Tschilper“, nach dem Buch
von Holger Gerlach, statt. Seit November arbeitet die Theaterpädagogin Claudia
Kirchhof vom Theaterhaus Jena mit 15 Kindern an dem Stück über die Abenteuer
des Vogels Tschilper mit dem steifen Bein. Premiere ist am 1. Juli zum fünften
Geburtstag des BILLY. mehr zum BILLY
Wir sind im Schillerrausch
28. Mai 2010 Jubel und viel Applaus gab es für die Theatergruppe der
Grundschule „SteinMalEins“ bei der Schiller-Revue im Volkshaus. „Wir sind noch
immer im begeisterten Schillerrausch“, erzählt Freizeitpädagogin Pia Richter, die
gemeinsam mit Helgard Musche Schillers „Bürgschaft“ mit den Kindern
einstudierte. Und der Rausch geht weiter. Am 11. Juni feiert das Theater
Rudolstadt das „Fest der Leidenschaften“,
bei dem die vier Städte Jena, Meiningen, Rudolstadt und Weimar ihre Schillerprojekte
gemeinsam präsentieren und die „Bürgschaft“ ab 18 Uhr im Großen Haus gezeigt
wird. mehr zur Grundschule
Ideenaushecker/innen,
Kopf- und Herzarbeiter/innen… 20.
Mai 2010 …Weiterdenker/innen
und Inklusionsbeweger/innen gesucht. Für die Integrative Kita Schwabenhaus, die Bilinguale Integrative Kita BILLY
sowie für die Schulbegleitung suchen
wir ab sofort Pädagogen/innen und
Erzieher/innen, die sich mit uns auf den Weg machen möchten. Wer Lust
auf gute Arbeit hat, findet alle Informationen zu den Stellenausschreibungen auf der Website vom Schwabenhaus, vom BILLY und von der Schulbegleitung.
Gewitter im Kopf 19. Mai 2010 Heute ist ein MDR-Team zu Besuch in der Gesamtschule. Sie wollen zeigen, wie gemeinsames
Lernen funktioniert und drehen dafür ein kleinen Film über Max, seine
Mitschüler und Pädagogen. Nach dem Dreh in der Schule geht es noch gemeinsam
mit Redakteurin und Kameramann in die Kletterhalle. Dort zeigt Max beim
Klettern und Absichern von Freunden mit dem Seil, dass es egal ist, ob er
manchmal ein „Gewitter im Kopf hat“ oder wegen seiner Dyskalkulie in Mathe viel
Zeit braucht. mehr zur Gesamtschule
Den Beitrag, der am 26. Mai in der Sendung "Thüringen Exklusiv-Großbaustelle Schule" mit Kultusminister Christoph Matschie als Studiogast lief, kann man in der MDR Mediathek nachgucken. (ab 12:50 min)
Birthday im BILLY 5. Mai 2010 Am 1. Juli wird unsere Bilinguale Kita BILLY fünf Jahre alt. Ab 15 Uhr beginnt ein großes Fest mit Live-Musik, Spielstationen, einer Kunstauktion und vielen Überraschungen. Wir laden alle Freunde, ehemaligen Kinder und ihre Familien
sowie frühere Mitarbeiter herzlich zum Mitfeiern ein. Und freuen uns auf ein Wiedersehen, alte und neue Geschichten und einen bunten Nachmittag mit allen,
die im BILLY Spaß haben und hatten.
Freiwillige vor: Kita Schwabenhaus sucht Zivi im Rahmen des FSJ 28. April 2010 Ab September suchen wir wieder junge Männer, die ihren Zivildienst im Schwabenhaus machen möchten. Bewerber sollten beachten, dass die Stelle im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres ausgeschrieben ist - der Einsatz also zwölf statt sechs Monate dauert. Hier gehts zur kompletten Stellenbeschreibung
Bücher spüren 23. April 2010 Bei den großen Zwerghasen im Schwabenhaus dreht sich schon seit Wochen alles um
Bücher. Die Fünf- bis Siebenjährigen haben gelernt, dass es verschiedene Arten gibt, richtig
alte, antike Bücher kennengelernt, verschiedene Schriften ausprobiert, selbst
Bücher gebastelt und demnächst steht noch der Besuch einer Druckerei an. Und heute gab es ein hautnahes Büchererlebnis – beim Rhythmik-Morgen mit Rudi
Rabe. Nachdem alle, im Kreis sitzend, gesungen und gereimt haben, legte sich Lars in die
Mitte auf den Bauch. Jedes Kind legte nun vorsichtig ein Buch auf Lars Arme, Beine, Kopf oder Rücken. Am Ende
waren zwölf Bücher auf ihm verteilt, darunter das große Kinderlexikon, das
schwere Märchenbuch und der kleine Tier- und Pflanzenführer. Alle waren ganz
leise, haben nur geflüstert und sind geschlichen, damit sich Lars ganz aufs
Spüren konzentrieren konnte. Und als Rudi Rabe fragte, wie es im erging, sagte
Lars, dass es auf dem Rücken am schwersten war, und das obwohl auf den Beinen die
meisten Bücher lagen. So manches Kinderbuch scheint auch schwere Kost zu
sein. mehr zum Schwabenhaus
Ich werde, du wirst, er wird
inkludieren 22. April 2010 Im Distelweg haben wir Besuch von einem Architekten, der sich für „soziales
Bauen“ interessiert. Er möchte von Geschäftsführer Tasso Carl wissen, wie unsere pädagogischen
Konzepte in Raumkonzepte umgesetzt werden. Bevor wir zur Besichtigung in den
BILLY und die Grundschule aufbrechen, erfolgt zunächst eine Begriffsklärung. Als
der Besucher davon spricht „Kinder mit Behinderung zu inkludieren“, zucken wir
kurz zusammen und zeigen ihm dann die schöne neue Welt der Inklusion, in der
wir alle drin und inklusiv sind. mehr zu Inklusion
Gute Geschäfte 21. April 2010 Heute haben Laura, Silvia, Laura und Matthias vom Leo-Club Jena „Zur Rose“ dafür
gesorgt, dass unsere Grundschüler
endlich wieder aufs Rad steigen können. Mit Luftpumpe, Inbusschlüssel und
Kettenfett machten sie unsere zehn Kinderfahrräder, die den langen Winter im
Schuppen verbringen mussten, fit fürs Schulhofradeln. Die Idee für die
Aktion entstand beim letzten Marktplatz „Gute Geschäfte“ der Bürgerstiftung
Zwischenraum und demnächst revanchieren wir uns mit einem Vortrag über
Öffentlichkeitsarbeit. mehr zur Grundschule
Was die anderen sagen 16. April 2010 Die Ausstellung des BILLY-Kunstprojektes in der „neuen mitte jena“ hatte viele
Besucher: überraschte, neugierige, kritische und viele begeisterte. Einige
haben ihre Gedanken in unser Gästebuch geschrieben, aus dem wir hier eine
Handvoll zitieren: „Die Grasstühle hätte ich auch gerne auf meinem Balkon!“
„Sehr schöne Ausstellung und viel Interessantes für die Kinder.“(übersetzter
russischer Eintrag) „Eindrucksvoll, sieht nach viel Arbeit aus.“(übersetzter
englischer Eintrag) „Ich hätte auch gerne so etwas gemacht, als ich im BILLY
war.“ „Danke für die Möglichkeiten, die ihr unseren Kindern bietet.“ „Macht
große Hoffnung, dass es auch solch kreatives Arbeiten in Kitas gibt.“ „Meine
Bewunderung gilt den Pädagogen. Bravo!“ (übersetzter französischer Eintrag)
„Bitte mehr ausstellen, auch an anderen Orten.“ mehr zum BILLY
„Manche Menschen haben öfter
Geburtstag als andere“ 13. April
2010 Kim, Willi, Ida und die anderen Vorschulkinder des BILLY sitzen in der
ersten Reihe im Besucherraum des Leibniz-Instituts für Altersforschung –
Fritz-Lipmann-Institut am Beutenberg-Campus und überlegen, woran es liegt, dass manche Menschen
älter werden als andere. Professor Christoph Englert erklärt in einem kurzen
Vortrag, dass das auch etwas mit Genen und Vererbung zu tun hat und nimmt die
Kinder danach mit auf eine Reise durch die Labore des Instituts. Dort begegnen
sie Fischen, die unter dem Mikroskop leuchten, Mäusekindern, die Vater oder
Mutter ähnlich sehen und haben einfach Spaß mit Molekulargenetik. lesen Sie hier mehr über den Besuch im Institut mehr zum BILLY
Andy Warhol, Piet Mondrian und Keith Haring 25.
März 2010 …sind zwar nicht mit dabei. Aber haben die Kinder vom BILLY
in den letzten zwei Monaten zu beeindruckenden Bildern und Skulpturen
inspiriert. Am Dienstag war die Vorab-Vernissage für alle Kinder und Eltern in
der Kita und heute nun die große Ausstellungseröffnung in der „neuen mitte
jena“, bei der die Kinder der Wintergruppe ihre Werke der versammelten Jenaer
Presse, Omas, Opas und Besuchern vorstellten. Höhepunkt der Ausstellung sind
die mit Gras bewachsenen Landart-Stühle – nicht nur, weil Ostern vor der Tür
steht. Bis Samstag, 10. April ist die Ausstellung geöffnet. zum Blogeintrag von Jens Kubieziel über die Ausstellung mehr Hintergrundinformationen zum Kunstprojekt mehr zum BILLY
Die inklusive Saalestadt
19. März 2010 Über 170 Gäste besuchten gestern unseren 2. Fachtag unter dem Motto „Inklusive
Pädagogik als Bildungsmodell der Zukunft – Das Ende der Integration?“ im BILLY.
Die Gastreferentin Prof. Dr. Jutta Schöler erklärte unter anderem, was getan werden
muss, wenn Jena eine inklusive Stadt werden will: Alle, die für Kitas und
Schulen zuständig sind, wie Schulaufsicht, Leiter, Lehrer- und Elternvertreter,
Therapeuten und Ärzte setzen sich an einen Tisch. In einem Zeitplan wird verabredet,
wann begonnen und wann das Ziel erreicht werden soll, dass in Jena alle Kinder gemeinsam
in den Kindergarten und die Schule an ihrem Wohnort gehen. Und eine Prognose wagt
Frau Schöler auch noch: „Vielleicht habe ich ja das große Glück und bin in
weiteren zehn Jahren noch so gesund, dass ich mit Ihnen gemeinsam die
Schließung der letzten Sonderklasse in Jena feiern kann.“ hier Prof. Dr. Jutta Schölers Vortragstext und die Eröffnungsrede von Dr. Holger Gerlach herunter laden hier die Presseinformation "Eltern sollen klagen" zum Fachtag lesen
Schiller lockt auch uns
11. März 2010 Die Theatergruppe der Grundschule ist zurzeit schwer
beschäftigt mit Proben und Fortbildung. Kürzlich waren acht Schülerinnen und
Schüler beim Theaterworkshop „SpielArt“ in Rudolstadt dabei und lernten dort,
wie sie Stimme und Körper bewusst einsetzen können, wenn sie auf der Bühne in
fremde Rollen schlüpfen. Mit dem neuen Wissen im Kopf und Bauch laufen nun die
Proben für Schillers Ballade „Die Bürgschaft“, die zur Schillerrevue im
Volksbad während der Langen Nacht der Museen in Jena am 28. Mai 2010 aufgeführt
wird. mehr zur Grundschule
Glücksspiel 5.
März 2010 Es ist ja immer das Gleiche. Nichts gewonnen und trotzdem
wird wieder Lotto gespielt, oder Glücksspirale oder mal ein Los der Aktion
Mensch gekauft. Ist ja auch für den guten Zweck: Viele gemeinnützige Projekte
werden mit Lottogeldern gefördert. Die Aktion Mensch fördert vor allem
Vorhaben, die „die Lebenssituation von behinderten Menschen verbessern“ und hat
wieder ihre Förderrichtlinien geändert. Dazu gab es gestern eine
Infoveranstaltung des Paritätischen Thüringen in Neudietendorf. Dort erfuhren
wir, dass nicht nur Förderhöchstsummen und Laufzeiten gekürzt werden, sondern
dass ab jetzt keine Wohnheime mit mehr als 24 Plätzen und keine Sonderschulen mehr
gefördert werden. Leider ist die Förderung von Integrativen Einrichtungen noch
nicht im Inklusionszeitalter angekommen und richtet sich immer noch nach dem „Behindertenanteil“.
Ach ja, ein Antrag auf Bauförderung kann – sofern er korrekt gestellt ist – bis
zu sechs Jahre auf seine Bewilligung warten. Glücksspiel eben.
Wir bewegen uns 3.
März 2010 „Vorher habe ich nicht viel über Inklusion gewusst. Seit dem ersten Treffen hat
sich mein Blick schon verändert.“ „Mir fällt es stärker auf, wenn Pädagogen
voreingenommen sind gegenüber Kindern, die anders ticken.“ „Was können wir tun,
um den Inklusionsgedanken zu allen Mitarbeitern zu tragen?“ „Wo stoßen wir an
unsere Grenzen?“ – Gedanken und Fragen im Arbeitskreis Inklusion, der seit
diesem Jahr einmal im Monat im Quer-Wege stattfindet.
„Mama, haben wir heute wieder einen Termin?“ 24. Februar 2010 Gestern Abend beim Arbeitskreis „Integratives Lernen“. Es
geht wieder um die Regelungen zu Therapien. Seit 2007
dürfen die nicht mehr in Schulen und Kitas, sondern nur noch in Praxen stattfinden und die Eltern müssen mit dabei sein –
als Co-Therapeuten. Viele Kinder haben drei- bis viermal Physio-, Logo- und
Ergotherapie pro Woche. Drei- bis viermal müssen dann alle am Nachmittag – nach
Kita, Schule oder Büro – noch zur Therapie fahren. Oft auch inklusive
Geschwisterkinder.
Jana Abbe erzählt, dass ihr Sohn unendlich erleichtert ist,
wenn sie ihm antwortet: „Nein heute kein Termin.“ Dann hat er wenigstens einen
Nachmittag Zeit zum Spielen. Die Entscheider wissen von dem Problem, eine
Änderung der Heilmittelrichtlinie sei in Arbeit. Jedenfalls haben Krankenkassen
und Ministerien das in ihren
freundlichen Antwortschreiben behauptet. Aber der Einladung zum Arbeitskreis ist leider keiner gefolgt. Der nächste Termin ist am 27. April 20 Uhr in der Schule an der Trießnitz.
Ich lerne, was ich will 22. Februar Am Samstag, dem 6. März von 10 bis 12 Uhr hält Dr. Falko Peschel im Hörsaal 4 der Uni Jena einen Vortrag zum Offenen Unterricht und wird danach mit den Pädagogen unserer Grundschule über deren Verständnis vom Offenen Unterricht diskutieren. Der Grundschullehrer und Erziehungswissenschaftler fordert
individuelles und selbstbestimmtes Lernen in radikaler Weise und hat den Begriff des
"offenen Unterrichts" wissenschaftlich definiert. mehr zur Grundschule
Technik im Kopf 18.
Februar 2010 „Und wenn es blinkt, sind die Batterien alle und er hört
nichts mehr.“ Beatrice Jacob, Erzieherin im Schwabenhaus erklärt den Kindern
der Kickerfische-Gruppe das Cochleaimplantat. Zwei Kinder im Schwabenhaus
können mit Hilfe dieser Hörprothese hören, die aus Mikro, digitalem
Sprachprozessor, Magnetspulen und Elektroden besteht. An einem Modell vom
menschlichen Ohr sehen die Kinder genau, wo welches Teil im Kopf liegt und wie
Hören mit und ohne Implantat funktioniert. Und nun wissen alle, warum immer
volle Batterien im Haus sein müssen. mehr zum Schwabenhaus
Jobanfang mit Diskussionen 15. Februar 2010 Die Frühförderstelle wächst: Im Jahr 2006 wurden 73 Kinder
gefördert, jetzt sind es fast 90 und die Zahl der Fördereinheiten hat sich von
3000 auf 3500 erhöht. Folgerichtig hat sich auch das Team vergrößert. Annegret
Berger, Bernadett Horn und Annegret Donath sind die neuen Mitarbeiterinnen in
der Bauersfeldstraße 5. Insgesamt arbeiten dort jetzt 13 Pädagoginnen und
Psychologinnen unter der Leitung von
Kerstin Mieth, die sich freut, dass das Team immer interdisziplinärer wird:
„Annegret Donath ist Sozialpädagogin und Physiotherapeutin und wir können jetzt
noch intensiver fachübergreifende Fragen diskutieren. Zum Beispiel: Was sind
die Unterschiede zwischen Therapie und Pädagogik in der Frühförderung?“ mehr zur Frühförderstelle
Woran erkennt man das behinderte Mädchen in der Klasse? 11. Februar 2010 "Neben ihr sitzt immer ein Erwachsener". So lautet
ein Aufsatz von Prof. Dr. Jutta Schöler zu Schulbegleitung, über den wir mit
ihr bei ihrem Vorabbesuch in Jena auch geredet haben. Einen Monat vor unserem
Fachtag am 18. März, bei dem Jutta Schöler einen Vortrag halten wird, hat die
Erziehungswissenschaftlerin und Kämpferin für Inklusion unseren Verein besucht. Beim gemeinsamen Mittagessen lauschten wir
ihren Geschichten und erfuhren unter anderem, dass es im Italienischen kein
Wort für „lernbehindert“ gibt, dass sie Sachverständige für Familien ist, die
die Rechte ihrer Kinder mit Behinderung einklagen und dass auch Toiletten auf
dem Weg zur Inklusion eine wichtige Rolle spielen. Oder warum sollen Mädchen im
Rollstuhl von den Geheimnissen, die auf Mädchentoiletten ausgetauscht werden,
ausgeschlossen werden? mehr zur Schulbegleitung Hier für den Fachtag anmelden
Die großen Sprachfüchse
9. Februar 2010 „Singen“ ist rot. Spanische, armenische, englische und
deutsche Mütter und Väter probieren beim Sprachfüchse-Elterntreffen im
Billy die Spiele aus, mit denen ihre
Kinder Grammatik und Struktur der deutschen Sprache lernen: Aus Bausteinen
werden Sätze gebildet, jeder Satzteil hat eine andere Farbe und der rote
Baustein – das Verb – steht meistens an der zweiten Stelle. Die Eltern staunen,
was ihre Kinder schon können und eine Mama aus Spanien ruft: „Das verwechsel ich
immer noch!“ Währenddessen entbrennt bei deutschen Muttersprachlern die
Diskussion, ob „grün“ Adjektiv oder Adverb sei – je nachdem an welcher Stelle
der Baustein steckt. mehr zum Billy mehr zum Modellprojekt Sprachfüchse
„Wir sind eine Hausschuhschule“ 8. Februar 2010 Montagmorgen nach den Ferien. Besuch von der OTZ-Redakteurin
Constanze Alt in unserer Gesamtschule. Wir reden mit ihr über das erste
Halbjahr, Inklusion und die neue Schule in der Karl-Marx-Allee, in die wir im
Sommer ziehen werden. Wolfram Böhme erzählt, dass die Architekten die Räume
extra so umbauen, dass sie zum inklusiven Unterricht passen. Jeder
Stammgruppenraum ist dann mit einem Differenzierungsraum verbunden, in dem sich
Schüler zurückziehen können. Zum weiter lernen, entspannen oder für gezielte
Förderung. Und er ergänzt: „Wir sind eine Hausschuhschule. Bei uns ist Schule
nicht nur der Raum, wo man hinkommt und etwas machen muss, sondern wo man
lebt.“ mehr zur Gesamtschule
Update 16. Februar Hier den Artikel "Gleichheit der Unterschiedlichen" auf www.otz.de lesen (Leider hat die OTZ den Artikel aus ihrem kostenfreien Online-Archiv entfernt)
Inklusion mit Rechtsbeistand28. Januar 2010 Der
Völkerrechtler Professor Dr. Eibe Riedel hat in einem Gutachten festgestellt,
dass Kinder mit Behinderung ab sofort das Recht haben, auf eine Regelschule zu
gehen. Zwar hat Deutschland schon im März 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention
unterzeichnet, aber die meisten Bundesländer lassen sich noch Zeit damit, die
Vorgaben umzusetzen. Eltern können jedoch ab sofort verlangen, dass ihr Kind
eine allgemeinbildende Schule besucht. Prof. Riedel sagt, “der Staat muss
angemessene Vorkehrungen treffen, damit ein Kind an der Schule lernen kann“. Er
räumt aber auch ein, dass das System nicht über Nacht verändert werden kann und
schlägt eine Frist von zwei bis vier Jahren vor.
Backen für Haiti 21. Januar 2010 „Hier ist ein Kaufladen eingestürzt und der Verkäufer ist
ganz traurig.“ „Ein Haus ist eingestürzt und die Mama ruft: ‚Hilfe mein Baby‘.
Und dann wird das Baby gerettet.“ Chris und Johanna erklären Bilder, die sie
zum Erdbeben in Haiti gemalt haben. Im Morgenkreis reden wir darüber, was die
Menschen jetzt brauchen: am dringendsten Wasser und Medizin. Wir wollen
auch dabei helfen, dass die Überlebenden schnell wieder gesund werden. Unser
Entschluss: Alle Kinder backen und sammeln für Selterskuchen, Streuselkuchen
und Muffins Spenden, die wir nach Haiti schicken. mehr zum Schwabenhaus
Update 29. Januar Am Ende kamen 300 Euro zusammen
und das Team gab noch einmal 200 Euro dazu. Vielen Dank an alle Eltern, Mitarbeiter und Freunde für die
Unterstützung.
Jetzt sind wir sogar
offiziell familienfreundlich 2. Dezember 2009 Unsere Grundschule hat den Thüringer Familienpreis der Stiftung Familiensinn gewonnen. 5000
Euro Preisgeld und eine schöne Begründung: „Das familienfreundliche und nachahmenswerte Gesamtkonzept bietet den
Kindern Sicherheit und Geborgenheit und orientiert sich an den individuellen
Fähigkeiten und Neigungen. Wer Rechte genießen kann, hat auch Pflichten zu
erfüllen und so werden die Eltern und Angehörigen je nach ihrem Können und
ihren Möglichkeiten einbezogen, um das Schulleben aktiv mitzugestalten.“ mehr zur Grundschule Link zur Stiftung Familiensinn
Singen mit Vitaminen 8. Oktober 2009 Im Billy stehen gerade alle auf den Obstsong. Die
Melodie kennt jeder von „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“. Nur bei den vielen
Strophen über quietschsaure Zitronen, gesunde Orangen und Äpfel kann man
leicht mal durcheinander kommen. Dafür gibt es jetzt Liedtexte mit Bildern, so
dass jeder sieht, dass die Birne vor den Clementinen besungen wird. mehr zum Billy